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Kreativität und Tradition erleben.

Sticken mit Margarete Grandjot

Region.Sonstiges
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Wie alles begann… Vor etwa 30 Jahren entdeckte Margarete Grandjot bei einem Museumsbesuch die Welt des Stickens. Zufällig kam sie mit einer älteren Dame ins Gespräch, die die Schwälmer Weißstickerei vorführte.

Fasziniert beobachtete sie jede Bewegung der Hand und des Stickfadens. „Das könnte ich nie!“, sagte sie – worauf die Dame entgegnete: feinem Leinen, Stickfaden und der Sticknadel ausgeht. Bis heute ist es Margarete nicht gelungen, sich selbst zu beweisen, dass sie es nicht kann.

„Dann musst du es erst einmal beweisen.“

Motiviert begann Margarete, sich intensiv mit dieser Technik zu beschäftigen. Schnell ergriff sie die Faszination, die von einem Stück feinem Leinen, Stickfaden und der Sticknadel ausgeht. Bis heute ist es Margarete nicht gelungen, sich selbst zu beweisen, dass sie es nicht kann.

1994 wurde ihr Traum Wirklichkeit: Das Stick-Atelier öffnete seine Türen und aus einem Hobby wurde ein „Herzens-fulltime-Job“. Durch verschiedene Weiterbildungen und das Intensivstudium „Lebendige Textilgestaltung“ hat sich das Kursangebot für die Teilnehmer stark erweitert. Dazu gehören Schwarzstickerei, Nadelmalerei, Stramin- und Goldstickerei, Nadelspitzen, Quasten, Ajour-, Monogramm-, Richelieu-, Jakobinische- und Hohlsaumstickerei. Seit 2004 ist Margarete jedes Jahr im Chesa Monte****S in Fiss, und die Begeisterung der Teilnehmer ist ungebrochen – viele sind schon seit Beginn dabei.

Schwälmer Weißstickerei – Tradition trifft Vielfalt

Die Schwälmer Weißstickerei ist eine traditionelle Handwerkstechnik aus der Region Schwalm in Hessen, die seit 2024 offiziell als „Immaterielles Kulturerbe“ anerkannt ist. Mit weißem Garn auf dicht gewebtem Leinen werden verschiedene Motive gestickt, kombiniert aus Oberflächen-, Durchbruch- und Ausschnittstickerei. Stilisiert werden Herzen, Tulpen, Körbchen, Kreise und Vögel zu Konturenmustern arrangiert. Die Zwischenräume werden dicht mit Ranken, Blättern und Blüten gefüllt.

Ursprünglich dienten Bettüberwürfe, Paradekissen, Türhandtücher und Kleidung als Stickobjekte. Im Laufe der Zeit kamen Tafeltücher, Mitteldecken und Tischläufer hinzu. Heute wird die Technik nur noch von einer kleinen Gruppe beherrscht.

Sticken Lernen im Chesa Monte

Im jährlichen Workshop vermittelt Margarete Grandjot das Sticken Lernen nach traditioneller Schwälmer Technik. Teilnehmer können Schritt für Schritt die unterschiedlichen Sticktechniken erlernen, ihre Kreativität entfalten und eigene Projekte gestalten. Schöne Dinge erfreuen Auge und Seele – wie eine alte Weisheit aus China sagt: „Schöne Dinge erfreuen das Auge und die Seele.“

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